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Eine Million Blumenzwiebeln, 326 Bäume und 900 Weinreben für Landesgartenschau in Bad Dürrenberg

„Das Jahr 2020 war ein schwieriges Jahr für uns alle und hat uns auch bei der Vorbereitung der Landesgartenschau vor zusätzliche Herausforderungen gestellt “so Christoph Schulze, Bürgermeister der Solestadt Bad Dürrenberg. Corona bedingt kam es zu erheblichen Verzögerungen. Diese gipfelten in der Verschiebung der Landesgartenschau vom ursprünglichen Durchführungsjahr 2022 in das Jahr 2023.

In Verbindung mit unvorhergesehenen zusätzlichen Aufwendungen für bauliche Maßnahmen, wie der Sanierung der Amtsbergmauern, führte das auch zu erheblichen Mehrkosten. „Dass wir diese Herausforderungen bewältigen konnten, liegt ganz wesentlich am Zusammenhalt aller Akteure aus Politik, Bürgerschaft, Verwaltung und Durchführungsgesellschaft“, sagte nochmals Christoph Schulze und fährt fort: „Die intensive gemeinsame Arbeit wird in diesem Jahr auch für die Bad Dürrenberger sichtbare Früchte tragen.“ Begonnen haben bereits notwendige Instandhaltungsarbeiten am Gradierwerk und der Wiederaufbau des Querstücks.

Das Querstück des Gradierwerkes wurde im Sommer 2019 zunächst abgerissen. Im April 2019 erhielt die Solestadt den bewilligten Fördermittelbescheid vom Land Sachsen-Anhalt über 1,93 Millionen Euro. Im Dezember 2020 konnte dann die Zimmerei Rödiger aus Bad Dürrenberg mit dem komplizierten Wiederaufbau beginnen. „Wir sind überwältigt von der Großzügigkeit der Spender und Bad Dürrenberger, die den notwendigen Eigenanteil von 200.000 Euro gesammelt haben. Ohne sie und den Heimatbund, der diese Spendenaktion organisiert hat, wäre ein Wiederaufbau undenkbar gewesen“,so Christoph Schulze.

Als nächstes starten die Erdarbeiten, der Wegebau und die Arbeiten für die Strom- und Wasserversorgung, die Abwasser- und Regenwasserentsorgung sowie die Bewässerung. Ab März beginnen dann auch die Pflanzarbeiten. Zunächst werden 326 Bäume im Kurpark gepflanzt und der Weinberg mit 900 Weinreben der Sorte „Souvignier gris“ aufgerebt. Nach Fertigstellung des Weinbergs Ende April 2021 wird der Saaleradweg unterhalb des Kurparks ausgebaut. Dieser wird noch im Sommer seiner Bestimmung übergeben und kann dann bis kurz vor Beginn der Landesgartenschau wieder genutzt werden. Auch eine Million Blumenzwiebeln werden geplanzt.

Auch außerhalb des Kurparks gehen die Arbeiten weiter. Die Arbeiten an der Promenade und am Soleparkplatz werden fortgesetzt. Abgeschlossen werden die Arbeiten an der Friedhofsgasse und der Kurparkstraße. Neu beginnen die Arbeiten an der Vorderschanze und für die Nebenanlagen der Kalteneiser Straße. Für den Ausbau der Luther- und der Bahnhofstraße sind die Planungen beauftragt. Aktuell sind neue Bewilligungsbescheide für ein Wegeleitsystem und den Bau weiterer Parkplätze eingegangen.

2021 wird auch ein ganz spannendes Jahr für die Landesgartenschaugesellschaft. In diesem Jahr soll die Planung der Ausstellungskonzeption für die Durchführung der Landesgartenschau abgeschlossen werden. „Die Ausstellungskonzeption umfasst alle Bereiche der Landesgartenschau und stellt für uns den roten Faden der Durchführung der Landesgartenschau dar, so Michael Steinland, Geschäftsführer der Landesgartenschau gGmbH.

Eine wesentliche Basis dieser Konzeption stellen Kooperationen im inhaltlichen Bereich und im Marketing dar. „Diese Kooperationen stärken die inhaltliche Qualität, erhöhen unsere Reichweite bei der Ansprache potenzieller Besucher, verankern uns in der Region und tragen dazu bei, tatsächlich eine Gartenschau für das gesamte Land zu sein, fährt Michael Steinland fort.

Der Kurpark hat insbesondere mit den Zeugnissen der Industriekultur, mit den herausragenden archäologischen Funden und als Gartendenkmal Außergewöhnliches zu bieten. Diese Besonderheiten sollen noch stärker erlebbar gemacht und damit die kulturtouristische Qualität des Kurparks langfristig gestärkt werden.

Eine Landesgartenschau wäre aber keine Landesgartenschau, wenn nicht die Pflanze im Mittelpunkt stehen würde. „Wir wollen in diesem Jahr auch die Pflanzplanung für die wichtigsten Bereiche fertigstellen“, so noch einmal Michael Steinland. Unter anderem wird in diesem Jahr jeder Stadt in Sachsen-Anhalt die Möglichkeit unterbreitet, sich mit einem Garten auf der Landesgartenschau zu präsentieren. Parallel dazu werden auch die Arbeiten an den Themengärten in Zusammenarbeit mit dem gärtnerischen Berufsstand beginnen.

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