Oktober 19, 2021

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Fünf Afghanen waren im LKW: Behältnisschleusung auf der A9 bei Bitterfeld

Nachdem die letzte Behältnisschleusung in Sachsen-Anhalt am 29. Juni 2021 festgestellt wurde, kam es am Samstag, den 25. September zu der nächsten LKW-Schleusung. Hierbei handelte es sich im aktuellen Jahr in Sachsen-Anhalt um den zweiundzwanzigsten Sachverhalt dieser Art. Dabei beobachtete eine Autofahrerin einen LKW, der sich auf der Bundesautobahn 9 befand. Aus dem Bereich des Laderaumes nahm sie mehrere Hände wahr, die winkten. Die Frau informierte die Autobahnpolizei, welche wiederum kurz vor 11:00 Uhr die zuständige Bundespolizei in Kenntnis setzte.

Die Hinweisgeberin folgte dem betroffenen LKW, welcher kurz darauf am Autohof Bitterfeld – Wolfen anhielt. Sowohl Kräfte der Landes- als auch der Bundespolizei erreichten den Einsatzort zeitnah. Im Inneren des LKWs wurden neben der eigentlichen Ladung, welche aus Kühlschränken bestand, insgesamt fünf afghanische Staatsbürger im Alter von 15, 18, 18, 22 und 23 Jahren festgestellt. Sowohl der 67-jährige, rumänische LKW-Fahrer als auch die Geschleusten wurden zum Bundespolizeirevier Halle überstellt und dort strafprozessual bearbeitet. Die fünf jungen Männer verfügten über keine aufenthaltslegitimierenden Papiere. Im Rahmen der Vernehmungen wurde bekannt, dass sie in Rumänien ohne Wissen des LKW-Fahrers auf das Fahrzeug gestiegen sind.

Alle Fünf äußerten ein Asylbegehren. Der Fahrer konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Dienststelle wieder verlassen. Die fünf Afghanen wurden nach Rücksprache mit der zuständigen Ausländerbehörde an entsprechende Einrichtungen weitergeleitet, wobei der Minderjährige an den Kinder- und Jugendnotdienst übergeben wurde. Die Ermittlungen wegen der Einschleusung dauern an. Dementsprechend wurde ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern eingeleitet sowie fünf weitere wegen der unerlaubten Einreise und des Aufenthaltes ins Bundesgebiet.