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„Schluss mit Scherzen- Agrarwende jetzt!“ – Fridays for Future ruft zum Aktionstag zur Agrarministerkonferenz in Magdeburg auf

Am Freitag, den 01.04. 2022, streikt Fridays for Future in Magdeburg. Von 15:00- 17:00 Uhr wird es eine Demonstration geben. Beginnen wird sie auf dem Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof und enden auf dem Alten Markt, jeweils mit einer Kundgebung. 

Die Aktion steht im Zusammenhang mit der in dieser Woche stattfindenden Agrarministerkonferenz, welche an diesem Tag enden wird. So wendet sich die Klimagerechtigkeitsbewegung bewusst der Landwirtschaft zu und wird auf die Ergebnisse der Konferenz eingehen. 

“Klimagerechtigkeit und Landwirtschaft sind eng miteinander verwobene Themen. Es ist essenziell, dass wir auf Bundes- und Landesebene das wieder gut machen, was wir auf EU-Ebene versäumt haben”, sagt Tobias Schied, Sprecher für Fridays for Future Deutschland. 

Die Landwirtschaft in ihrer jetzigen Form produziert enorme Mengen klimaschädlicher Treibhausgase und zerstört potenzielle CO2-Senken. Das Zusammenbrechen der natürlichen Ökosysteme hätte weitreichende Folgen – bis hin zur starken Gefährdung unserer Versorgungssicherheit. Doch anders als andere Sektoren stellt die Landwirtschaft auch eine große Chance für Klimaschutz dar, da Agrarökosysteme das Potenzial bieten, Treibhausgase in großen Mengen zu binden, anstatt zu emittieren.

“Die, industrielle Tierhaltung und intensive Bewirtschaftung der Böden bringt massive Probleme mit sich: Biodiversitätsverluste, verschmutztes Grundwasser, Verlust an Bodenfruchtbarkeit und das intensiv schädliche Klimagas Methan wird übermäßig ausgestoßen. All das muss nun dringend angegangen werden. Die Länder müssen ihr Möglichkeiten dafür voll ausnutzen.”, sagt Klara Bruns, Sprecherin für Fridays for Future Deutschland. 

Diese Konferenz steht vor der Möglichkeit, alte Strukturen aufzubrechen. Die Minister:innen tragen große Verantwortung. Sollten Sie ihrem Job nicht gerecht werden, würden – im schlimmsten Fall – durch schädliche Anreize und destruktive, lobbygetriebene Subventionspolitik die Klimakrise weiter vorangetrieben, die Biodiversität zerstört, die Arbeitsbedingungen verschlechtert und dem Tierwohl geschadet

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