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Teileröffnung der Schauproduktion im Porzellaneum Annaburg

Jun 10, 2022

In Anwesenheit von Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra erfolgte heute in Annaburg die Teileröffnung der Schauproduktion des Porzellaneums Annaburg. Das Projekt wird im Rahmen des EFRE-Kulturerbeprogramms mit rund 436.000 Euro gefördert.

Ziel des Sanierungsvorhabens ist es, den Besucherinnen und Besuchern über die bisherigen Schautafeln und Ausstellungsstücke hinaus mit originalen Betriebsvorrichtungen einen authentischen und erlebnisorientierten Einblick in die Herstellung von Porzellangeschirr zu vermitteln. An die heutige Teileröffnung der Schauproduktion mit drei fertig gestellten Räumen soll sich in den nächsten Jahren die vollständige Präsentation des Produktionsprozesses anschließen. Dazu sind weitere Investitionen und Unterstützungsmaßnahmen notwendig.

Kulturminister Robra hob bei seinem Besuch das herausragende Wirken des Fördervereins Porzellaneum Annaburg e. V. hervor und erklärte: „So wichtig die Fördermittel auch sind, ohne tatkräftiges bürgerschaftliches Engagement wäre die Pflege unseres kulturellen Erbes nicht denkbar. Mit der Schließung und Insolvenz der Annaburg Porzellan GmbH im Jahr 2015 drohte ein wichtiges Stück Industriegeschichte von Stadt und Region in der Versenkung zu verschwinden. Es war deshalb von großer Wichtigkeit, dass noch im selben Jahr ein Förderverein zur Erhaltung und Pflege dieses Erbes gegründet wurde.“

Robra begrüßte, dass das Porzellaneum zu einem aktiven Bestandteil des touristischen Netzwerkes in der Region entwickelt werden soll. „Die Pflege des kulturellen Erbes dient der Erhaltung der regionalen und kommunalen Identität. Die Kenntnis der Geschichte ist notwendig für die Zukunftsgestaltung: Nur wenn wir wissen, wo wir herkommen, wissen wir auch, wo wir hinwollen. Das vermittelt Selbstbewusstsein im besten Sinne des Wortes“, so der Minister.

Hintergrund: EFRE-Kulturerbeprogramm der EU

Im Rahmen der EU-Strukturfonds-Förderungen (Kulturerbe-EFRE-Programm) hat das Land ein Investitionsprogramm zur Verbesserung und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes aufgelegt. Die Auswahl der Projekte erfolgte als Ideenwettbewerb, in dessen Ergebnis 47 Anträge eingereicht wurden. Ein Expertengremium wählte auf der Basis vorgegebener Kriterien eine Liste mit 25 förderungswürdigen Projekten aus. Dabei werden 20 Projekte über das Kulturerbe-EFRE-Programm realisiert. Weitere vier Projekte erhielten Realisierungsmöglichkeiten über die EFRE-Programme anderer Ministerien. Ein Antragsteller nahm von der Realisierung seines Wettbewerbsbeitrags im Nachgang Abstand.

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