Der Bund fördert in diesem Jahr zwei ausgewählte Projekte des Städtebaus in Bitterfeld-Wolfen und Naumburg mit insgesamt fast fünf Millionen Euro. „Damit haben zwei Vorhaben aus Sachsen-Anhalt eine Förderzusage aus dem Programm Nationale Projekte des Städtebaus erhalten“, erklärte Landesbauminister Thomas Webel heute in Magdeburg.

Dem Minister zufolge werden mit dem Geld die Sanierung des Bitterfelder Kulturpalastes (rd. 4,37 Mio. €) sowie die weitere Gestaltung des Umfeldes am Naumburger Dom (rd. 0,6 Mio. €) finanziell unterstützt. „Das ist eine ganz besondere Auszeichnung und zugleich Würdigung der bisherigen Stadtentwicklung, über die sich die beiden Kommunen freuen können“, betonte Webel. Das Geld entlaste die Städte bei der Erhaltung ihrer Wahrzeichen und gebe ihnen Planungssicherheit.

Im Rahmen des Sonderprogramms werden nach den Worten des Ministers bundesweit 26 „Leuchtturmprojekte“ gefördert, die eine besondere Bedeutung für die städtebauliche Entwicklung haben. Die ausgewählten Vorhaben sind zuvor von einer unabhängigen Jury zum Nationalen Projekt des Städtebaus erhoben worden.

Die Förderquote beträgt 90/10. Das heißt, 90 Prozent finanziert der Bund, zehn Prozent müssen die beiden Städte selber beisteuern. Das Land ist hier finanziell nicht beteiligt, hatte jedoch für alle aus Sachsen-Anhalt eingereichten Anträge eine fachliche Stellungnahme gegenüber dem Bund abzugeben. Bewerbungen gab es hierzulande – neben Naumburg und Bitterfeld-Wolfen – aus weiteren 12 Kommunen.

Der Bund hat unterdessen seinen nächsten Aufruf gestartet. Kommunen, die über geeignete Projekte verfügen, sind aufgerufen, diese bis zum 22. Oktober 2020 beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn einzureichen.

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