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10 Jahre nach Mord an einer Rentnerin in Wegeleben werden die Ermittlungen wieder aufgenommen – DNA-Reihenuntersuchung geplant

Mai 6, 2022

Vor fast genau 10 Jahren, im April 2012, ereignete sich in Wegeleben, einer Kleinstadt in der Gemeinde Vorharz ein Tötungsdelikt. Eine 77-jährige Frau wurde am 22.04.2012 durch eine Nachbarin tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Trotz intensiver und umfangreicher Ermittlungen konnte dieses Tötungsverbrechen bis zum heutigen Tag nicht aufgeklärt werden. 

Am Tatort wurden zum damaligen Zeitpunkt DNA-Spuren gesichert, die jedoch bislang keiner Person zugeordnet werden konnten. Diesen Spuren soll nun aufgrund eines aktuellen Beschlusses des Amtsgerichts Halberstadt, mittels zeitgemäßer Ermittlungsmethoden und -technik, erneut nachgegangen werden. Das zuständige Amtsgericht erließ einen Beschluss zu einer sogenannten DNA-Reihenuntersuchung. Aus dem Beschluss geht hervor, dass alle Männer im Alter von 25 – 95 Jahren, welche zur Tatzeit in Wegeleben wohnhaft waren, aufgefordert werden, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben. Daher werden alle in Betracht kommenden Personen in nächster Zeit ein Anschreiben der Polizeiinspektion Magdeburg erhalten.

Wichtige Fakten zur DNA Reihenuntersuchung im Überblick:

  • Es erfolgt kein Abgleich mit anderen in der DNA-Analyse-Datei des Bundeskriminalamtes vorhandenen Spuren.
  • Es erfolgt keine Speicherung der abgegebenen Daten in der DNA-Analyse-Datei.
  • Das Untersuchungsmaterial wird unverzüglich vernichtet, sofern es für das bezeichnete Strafverfahren nicht mehr von Bedeutung ist.
  • Die Entnahme der Speichelprobe kann nur dann erfolgen, wenn eine Einverständniserklärung

Die Polizei appelliert an alle Betroffenen der Maßnahme:

Bitte nehmen Sie an der Maßnahme teil und unterstützen Sie unsere Ermittlungen. Denn nur so kann dieses Verbrechen aufgeklärt werden. 

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