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Wolfsrudel bei Wahlitz im Jerichower Land nachgewiesen

Mrz 8, 2022 ,

In der Nähe von Wahlitz zwischen Gommern und Magdeburg wurde ein bisher nicht bekanntes Wolfsterritorium nachgewiesen. Anhand neuerer Genetikfunde lässt sich rekonstruieren, dass die dortige Fähe aus dem Steckby-Lödderitzer Forst stammt und sich bereits 2019 mit ihrem Partner bei Wahlitz angesiedelt hat. Seither wurden mindestens zwei Welpen geboren, von denen einer im Dezember 2020 bei einem Verkehrsunfall getötet wurde.

Verhalten in Wolfsgebieten allgemein

Da Wölfe dämmerungs- und nachtaktiv sind ist ein Zusammentreffen mit Menschen zwar selten, aber generell möglich. Man sollte in diesem Fall nicht auf den Wolf zugehen und ihn auf keinen Fall anlocken oder füttern. Dadurch besteht vor allem bei jungen Tieren die Gefahr, dass sie sich an Menschen gewöhnen und ihre natürliche Scheu verlieren. 

Hunde sollten in Wolfsgebieten grundsätzlich an der Leine gehalten werden. Es ist möglich, dass sich freilebende Wölfe für ihren Artgenossen, den Hund, interessieren und ihn womöglich als Eindringling auf ihrem Territorium ansehen. Hunde müssen daher immer in Rufweite bleiben und auf Zuruf gehorchen. Unabhängig davon ist es laut § 28 des Landeswaldgesetzes Sachsen-Anhalt verboten, „Hunde in der freien Landschaft einschließlich angrenzender öffentlicher Straßen unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Hunde sind in der Zeit vom 1. März bis 15. Juli anzuleinen.“

Wolfsabweisender Herdenschutz für Sachsen-Anhalt empfohlen

Nutztiere wie Schafe oder Ziegen sind innerhalb und außerhalb von Ortschaften immer dann gefährdet, wenn sie eine zu leichte Beute darstellen. Das Wolfskompetenzzentrum I empfiehlt grundsätzlich allen Tierhaltern einen wolfsabweisenden Herdenschutz und bietet Unterstützung sowie individuelle Beratungen vor Ort an.

Eine jeweils eintägige Schulung zu wolfsabweisenden Zäunungen findet außerdem am 31. März und noch einmal am 2. April in Iden statt. Vermittelt werden theoretische Grundlagen sowie Funktion, Aufbau und Betrieb geeigneter Zaunsysteme. Veranstalter sind das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU) und die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG).

Alle Angebote sind kostenlos und richten sich an alle Interessierten mit gewerblicher Haltung im Haupt- oder Nebenerwerb sowie an Hobbyhalter.

Sichtungen und Hinweise in Sachsen-Anhalt melden

Alle Sichtungen sowie weitere Hinweisfunde wie Spuren, Losungen oder Risse, die auf Wolfsaktivität in einem Gebiet hindeuten, sollten immer unmittelbar an das WZI per Mail, Telefon oder online gemeldet werden. Dies ist für eine möglichst genaue Erfassung des Wolfsbestandes in Sachsen-Anhalt unerlässlich. lau.sachsen-anhalt.de/wzi

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