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Erdkröten und Grasfrösche können den Waschhausteich in Harbke zurückerobern

Jan 25, 2022

Eine Blutalgenplage im Waschhausteich in Harbke (Landkreis Börde) hat sich seit 2020 zu einer Bedrohung für die dort lebenden Erdkröten und Grasfrösche entwickelt. Um den Lebensraum der seltenen Tierarten zu erhalten, hatte das Umweltministerium Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr 338.000 Euro aus der Artensofortförderung für die notwendige Sanierung des Teichs bereitgestellt. Zum Abschluss des Projekts haben Staatssekretär Steffen Eichner und Harbkes Bürgermeister Werner Müller das Biotop besucht.

„Die Sanierung des Waschhausteichs zeigt beispielhaft auf, wie wir bedrohte Tierarten bei uns im Land mit überschaubaren Mitteleinsatz konkret schützen können“, betonte Eichner. „Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und des global zu beobachtenden Artensterbens liegt es auf der Hand, dass wir auch in Zukunft mit der Artensofortförderung einen wirksamen Beitrag zum Schutz der Lebensräume heimischer Tier- und Pflanzenarten leisten müssen.“

Die Blutalgen hatten sich im Schlamm des Waschhausteichs entwickelt und dem Wasser den Sauerstoff entzogen – eine Bedrohung für viele Lebewesen im und um den Teich herum. Zudem färbte sich das Wasser rötlich und entwickelte einen unangenehmen Geruch. Um insbesondere auch seltene Arten wie Erdkröten, Grasfrösche und Teichmolche zu schützen, wurde der Schlamm im Rahmen der Sanierung ausgebaggert und entsorgt. Der hergerichtete Teich an der Orangerie kann damit auch wieder Spaziergänger anlocken.

Im vergangenen Jahr hatte das Umweltministerium über die Artensofortförderung landesweit für 89 Projekte zum Schutz der Lebensräume heimischer Tiere und Pflanzen rund 4,7 Millionen Euro bewilligt. Die Förderung soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

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